Zum Abschluss der Jahrestagung des Arbeitskreises Sportökonomie mit dem Bundesamt für Sport der Schweiz und der Universität Zürich hat das wissenschaftliche Organisationskomitee wesentliche Ergebnisse der Tagung zu den Magglinger Aussagen zur Sportökonomie zusammen gefasst.

1. Die Magglinger Tagung hat belegt, dass die Sportökonomie in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen und erheblich zum Erkenntnisfortschritt beigetragen hat. Weiterentwicklungen wurden vor allem auch durch die Einbeziehung moderner Methoden aus der Spieltheorie und der Ökonometrie erzielt. Dadurch konnten auch politische Diskussionen versachlicht und die Rationalität operativer Entscheidungen verbessert werden.

2. Besondere Fortschritte wurden vor allem auf den Gebieten der Organisation des Profisports, des Sportmarketing, der Sportfinanzierung, der Impact- und Kosten-Nutzen-Analysen sowie des Vergleichs zwischen europäischen und nordamerikanischen Institutionen des Sports erzielt. Der Einsatz ökonomischer Methoden ist auch bei der Begründung öffentlicher Sportförderung hilfreich.

3. Dennoch gibt es eine Reihe von Gebieten, die bislang noch nicht ausreichend erforscht wurden. Hierzu gehören vor allem die Individualsportarten, der Breitensport, Themen zu Sport, Gesundheit und Gewalt sowie Innovationen im Sport.

4. In methodischer Hinsicht versprechen vor allem institutionenökonomische Ansätze, Ansätze zur neuen psychologischen Ökonomik und die ökonomische Analyse des Rechts sowie die Anwendung der Theorie der Corporate Governance auf die Institutionen des Sports neue Erkenntnisfortschritte. Mit diesen Ansätzen sollte es auch eher gelingen, Voraussetzungen für die Organisation des Hochleistungssports zu erreichen.

5. So lange sich die Sportökonomie als eine angewandte Wissenschaft versteht, die von den realen Problemen der Entscheidungsträger im Sport ausgeht, wird sie durch Erkenntnisse weitere Reputation aufbauen und so sich zu einem bedeutenden Ratgeber des Sports entwickeln.

6. Der Arbeitskreis Sportökonomie sollte die inhaltliche und methodische Weiterentwicklung der sportökonomischen Forschung auf allen Gebieten unterstützen und die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vereinen, Verbänden und nationalen sowie internationalen Organisationen fördern.

Magglingen, 12. Mai 2007

Professor Dr. Helmut Dietl, Vorsitz Wiss. Organisationskomitee, Universität Zürich

Dir. BISp a. D. Dr. Martin-Peter Büch, Arbeitskreis Sportökonomie

Professor Dr. Egon Franck, Universität Zürich

Dr. Hippolyt Kempf, Bundesamt für Sport der Schweiz

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